Wir sind #UNTEILBAR

Was für ein Tag: eine Viertel Million Menschen #unteilbar auf der Straße für Solidarität statt Ausgrenzung!

Ein großartiger Redebeitrag von Selma aus Syrien bei der Abschlusskundgebung: „Und applaudiert nicht einfach nur und sagt: sorry meine Süße, sondern steht mit uns zusammen! Ihr müsst etwas tun!“ fordert sie und die Moderatorin ergänzt:

„Familiennachzug! Jetzt!“

Und hier unser Redenbeitrag für die Demo:

Die aktuellen Zahlen zum Familiennachzug zu subsidiär Geschützen machen deutlich worum es bei dem Geschwätz von Regulierung der Migration in Wahrheit geht: Es geht um Abschottung.
Denn anstelle der geplanten 1000 Visa pro Monat wurden im August und September gerade mal 189 Visa erteilt. 189 Visa, während rund 43 000 Menschen, viele von ihnen Frauen und Kinder in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern warten.

Jeder Visumsantrag von Familienangehörigen von subsidiär Geschützen durchläuft drei Behörden, die zuständige Botschaft, die zuständige Ausländerbehörde und das Bundesverwaltungsamt – jede dieser Behörden entscheidet über einen Teil der Kriterien, die für den Familiennachzug vorliegen müssen nach ERMESSEN. Nach ERMESSEN, das heißt es gibt an keiner Stelle einen Rechtsanspruch. Niemand bekommt auch nur Auskunft darüber an welcher Stelle dieses gigantischen Behördenapparats sein Visumsantrag gerade hängt. Auch Ablehnungsbescheide, gegen die man klagen könnte, sind in diesem Verfahren nicht vorgesehen. Die Anträge verschimmeln einfach auf Wartelisten…

In diesen Verfahren geht es nicht darum in sogenannten „Humanitäre Fällen“ Hilfe zu leisten. Es ist ein grausames, bürokratisches Abschottungsverfahren, dass tausenden von Menschen in Deutschland das Grundrecht auf ihr Familienleben verweigert.

Das lassen wir nicht zu! Wir werden weiter auf der Straße sein, um zu zeigen: Grundrechte und Menschenrechte müssen für alle gelten!
Wir lassen uns nicht spalten, in Menschen mit mehr oder weniger Rechten. Wir sind #UNTEILBAR und haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen in einem Land leben, in dem die Menschen und die Regierung Menschenrechte respektieren.

Jede Einschränkung des Familiennachzugs spielt mit dem Leben von Familien.

Deshalb sind wir davon überzeugt: Wer „Refugees wel­come“ sagt, muss auch „Families welcome“ sagen.
Say it loud say it clear: Families are welcome here!