no Passport, no Train

„Jeder hat das Recht, ein ruhiges Leben zu leben.“

sagt Waseem aus Schwerin. Er hat uns die Geschichte seiner Flucht geschickt.

Mit 16 musste er aus Syrien fliehen, Grenzbeamte schossen auf ihn, oder griffen ihn mit Tränengas an. Er ging zu Fuß, fuhr mit dem Schlauchboot, überwand einen Grenze schwimmend und eine versteckt im Kleinlaster…

Seine Hoffung:

sich „selbst in Sicherheit zu bringen und dann den Rest meiner Familie nachzuholen.“

(zum Schutz seiner Persönlichkeisrechte wurden alle Namen, Daten und Ortsnamen abgekürzt bzw. verändert)

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Im Jahr 2011 kam der Arabischer Frühling zu uns nach Syrien.

Meine frühere Schule

Wir sahen wie Menschen wegen friedlicher Demonstrationen in anderen Regionen getötet wurden, deshalb konnten wir in unserem Dorf „Abu Hamam“ nicht tatenlos bleiben. Wir wollten etwas machen, deswegen gingen wir auf die Straßen und demonstrierten für Freiheit und den Sturz des Regimes.
Ich war 13 Jahre alt, als die Demonstrationen begannen.

Mein Vater hat mir verboten mit zu demonstrieren. Er sagte mir immer „Mein Sohn du hast keine Ahnung davon, wann das Militärflugzeug euch bombardieren wird, komm bitte nach der Schule direkt nach Hause und geh nicht demonstrieren”. Doch ich hörte nicht auf meinen Vater. Ich weiß dass er sich Sorgen um mich machte, aber ich konnte nicht so einfach zuhause sitzen, während andere Leuten demonstrierten.
Wir wurden beleidigt und mit Steinen beworfen, nicht vom Regime sondern von paar Leuten aus unserem Dorf, die hinter dem kriminellen Regime Assads und gegen die Mehrheit des Volkes standen.
Anfang 2012 begann das Regime mit massivem Druck gegen die friedlichen Demonstrationen: Willkürliche Verhaftungen, Hausdurchsuchungen, Morde , Luftangriffe und Sprengsätze in Häusern das alles gab es von diesem Regime. Später konnte die freie syrische Armee mit Hilfe des Volkes das Regime in unserer Region besiegen.

Ende Juli 2014, nach dem Zuckerfest, kamen die IS Kämpfer zu uns.

Alles, was wir auf der Flucht vor dem IS mitnehmen konnten

Als sie ankamen, brachten sie mehr als 700 Angehörige meines Stammes (Al Schaitat) um, unter diesen 700 Opfer waren Verwandten und Freunde von mir. Sie wollten uns alle auslöschen.

Den meisten der Opfer wurde der Kopf abgeschnitten, ohne Gerichtsverfahren oder Ermittlungen, ihre einzige Schuld war, dass sie zu diesem Stamm gehörten. Zum Glück konnten wir (meine Familie und ich) in eine andere Stadt fliehen. Unser Stamm hatte drei Dörfer und in allen drei wurden wir verfolgt und vertrieben.

An unserem Zufluchtsort mussten wir in einer Schule wohnen, alle zusammen in einem Zimmer, meine Eltern, meine Geschwistern und ich.

Unser Wohn- und Schlafraum nach der Flucht vor dem IS

Nach sechs Monaten durften viele in ihre Häuser zurückkehren, wir aber nicht denn es gab in unserem Dorf noch viele schöne Sachen, die erst mal von IS Kämpfern geklaut werden mussten. Unsere Häuser waren Kriegsbeute für die IS-Kämpfer.
Als die Leute zu ihren Häusern zurückkehrten, fanden sie in ihren Häusern nichts anderes als Leichen und abgeschnittene Köpfe, sogar die Türen und die Fenstern waren gestohlen.

Ich fuhr auch mit zurück, denn ich wollte meine Heimat sehen. Leider war es nicht der gute Moment, den ich mir gewünscht und vorgestellt hatte, denn wir haben Massengräber entdeckt, Leichen, die nur noch aus Knochen bestehen, die seit Monaten auf dem Boden liegen.
Es war schrecklich, es war wie in einem Horrorfilm.

Ende Juni 2015 nahmen die IS Kämpfer meinen Bruder B. und mich fest.

Der angeblicher Grund war, dass wir beide in den Gebetszeiten Fußball gespielt hatten. Zwei Stunden lang waren wir in einem dunklen leeren Raum, danach begannen mit vorgehaltener Waffe die Ermittlungen. Wieso wart ihr nicht in der Moschee? Betet ihr überhaupt? Und viele persönliche Fragen, über die ich nicht sprechen will.
Gott sei Dank wollten die IS Kämpfer an diesem Tag nicht unser Blut sehen. Wir durften nach Hause gehen, aber wir mussten uns verpflichten, nicht mehr während den Gebetszeiten zu spielen, ansonsten würden sie uns zum DEIR AZZOR Militärflughafen, bringen, damit wir dort Gräben ausheben.
(Der DEIR AZZOR Militärflughafen war eine Kampfzone zwischen IS Kämpfern und dem Regime.)

Nach ungefähr 20-30 Tagen beschloss meine Vater, dass mein Bruder B. und ich nach Deutschland flüchten müssen, um erstmal uns selbst in Sicherheit zu bringen und dann den Rest meiner Familie nachzuholen. Aber meine Mutter wollte meinen Bruder B. nicht mit mir gehen lassen, da er erst 13 war und nicht selbstbewusst ist.

Ihr fragt euch bestimmt wie kann man seinen Sohn einfach auf diese Todesreise schicken.

Am ersten Tag meiner Reise

Aber mein Vater hatte keine Wahl, keiner wusste ob wir bis zum nächsten Tag die Gefahren des IS überleben können oder ich zwangsrekrutiert werde. Diese Truppen waren für uns: Vergewaltigung, Folter und unschuldige Menschen umbringen.
Also packte ich ein paar kleine Sachen in meinem Rucksack, z.B zwei Hosen zwei T- Shirts , ein Handtuch und meine wichtigen Dokumente, und machte mich auf den Weg nach Deutschland.

Am 30.07.2015 um 5 Uhr morgens fuhr ich mit einer Gruppe zur Grenzstadt A’zaz, diese Stadt liegt an der Grenze zur Türkei. Die Grenze war dort geschlossen und wir mussten über Nacht bleiben. Ein so genannter Schlepper brachte uns am nächsten Tag zu einem anderen Grenzübergang.

Wir versuchten vier Tage lang, sieben mal über die Grenze zu kommen. Die türkische Grenzpolizei schoss auf uns.

Unsere Gruppe an der türkischen Grenze

Später versuchten drei aus unserer Gruppe die Grenze zu überqueren, aber die Polizei hat sie gefangen und fürchterlich verprügelt, nur einer konnte fliehen. Wir waren total schockiert, wie die Grenzpolizei unsere Freunde schlug: Einer von ihnen kam mit einem blauen Auge, Nasenbluten und einer Schulterverletzung zurück. Da haben wir beschlossen, wieder an die erste Grenzstadt A’zaz zugehen.
Aber der Schlepper sagte, wir wollen es in der selben Nacht noch einmal versuchen. Einigen gaben auf sie sagten, dass wir seit vier Tagen aufeinander in einem engen Zimmer schlafen, ohne ausreichendes Essen und unser Geld uns für den Weg nach Deutschland nicht ausreichen wird, wenn wir hier noch mehr Geld ausgeben müssen. Dann haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir es nachts ein letztes Mal versuchen würden. In dieser Nacht probierten wir es zweimal: Beim ersten Versuch konnten nur zwei aus unserer Gruppe die Grenze überqueren.

Nach 2 Stunden versuchten wir es das zweite Mal und endlich!! schafften wir es, in die türkische Stadt Kilis zu gelangen.

Bushaltestelle unterwegs nach Bodrum

In dieser Stadt machten wir eine Pause und hielten uns dort vier Tage lang auf. Nach der kleine Pause fuhren wir an die Küste nach Bodrum. Badrum ist ein türkischer Badort. Er liegt gegenüber der griechischen Insel Kos und ist eine sehr schöne Stadt.

Ein Schlepper sagte, wir würden nur einen Tag in Bodrum bleiben, aber am nächsten Tag sagte er: “Heute geht es wieder nicht”.
Der Mann, der an die türkische Grenze von der Grenzpolizei geschlagen wurde, gab auf und fuhr er wieder zurück zu seinen Kindern und seiner Frau.
Wir anderen mussten jeder von uns 1.300 Dollar für die Überfahrt mit einem Schlauchboot zur griechischen Insel Kos bezahlen.

 

Erst nach 12 Tagen brachte uns ein Schlauchboot nach Kos.

Schlauchboote im Hafen von Kos

Weil sich viele nicht getraut haben, mit einem relativ kleinen Schlauchboot (c.a 2m) zu fahren, waren wir nur 9 Personen, die Überfahrt dauerte ungefähr zwei Stunden. Ein zweites Boot war mit uns unterwegs, das hat es aber leider nicht geschafft.

Nach dem wir das Ufer erreicht hatten, haben wir uns auf den Weg zum Hafen Kos gemacht. Etwa zwanzig Minuten später sind wir dort angekommen. Wir kauften Tickets für ein Schiff. Vier Tage sind wir im Hafen geblieben und haben viel geschlafen. Ich hatte sogar eine kleine Kajüte.

Wir fuhren mit dem Schiff nach Athen und anschließend mit dem Zug nach Thessaloniki.

Auf dem Schiff nach Athen

Zuerst hat uns die griechische Polizei verboten, an die mazedonische Grenze zu fahren, weil es dort Probleme gab. Also beschlossen wir zu Fuß zugehen.
Wir gingen etwa 5 Kilometer und fanden dann heraus dass wir die 70 Kilometer zu Fuß nicht schaffen konnten, weil wir erschöpft waren. Nach zwei Tagen auf dem Bahnhof konnten wir mit einem Bus an die mazedonische Grenze fahren.

Die mazedonische Polizei wollte uns nicht über die Grenze lassen. Sie setzen Tränengas gegen mehr als 2000 Menschen ein.

An der mazedonischen Grenze

In einem Augenblick, in dem die Lage unübersichtlich war sind alle ganz schnell über die Grenze gelaufen. Manche Leute haben es geschafft und manche nicht.
Zum Glück haben alle meine Freunde es geschafft, die Grenze zu überqueren. Wenn es eine Person von unserer Gruppe nicht geschafft hätte, hätten wir alle warten müssen, bis er nachkommt.
So haben wir es am Anfang vereinbart: Immer zusammen halten.

Kurz danach kamen wir an einem kleinen Bahnhof, wir kauftenTickets und warteten auf den Zug. Von dort sollten zwei Züge zur serbischen Grenze fahren.
Es wurde nur Familien mit kleinen Kindern mitgenommen
Da wir im Zug nicht mitfahren durften, mussten wir eine Bushaltestelle suchen.

Schließlich fanden wir einen Bus, der uns zur serbischen Grenze brachte.

Wegen Hunger essen wir Mais

Dort mussten wir zwei Stunden durch den Wald laufen bis wir ein Dorf erreichten.

Wir kamen in ein kleines Dorf an. Dort trafen wir einen Mann der uns gegen Bezahlung in die Hauptstadt Belgrad bringen wollte. Er sagte, “da ihr keine Papiere (serbische Dokumente) habt, müsst ihr 50€ bezahlen. Wenn ihr Papiere hättet, müsstet ihr nur 25€ bezahlen„. Ich fand, das ist Ausbeutung, aber wir hatten keine Wahl, deswegen sind wir mit ihm gefahren.
Als wir in Belgrad ankamen, hatte ich kein Geld mehr in der Tasche. Ich musste drei Tage in einem Garten schlafen und auf Geld von meinem Vater warten.

Wir trafen einen Schlepper, der uns für 1.600€ nach Deutschland bringen wollte.

Ein Freund aus der Gruppe und ich hatten nicht genug Geld und so sind wir beide mit Bus, Bahn und zu Fuß an die ungarische Grenze.

Am Grenzübergang wollte man von uns Papiere und so mussten wir einen anderen Weg finden.
Wir versteckten uns im Wald und in der Nacht kam eine Gruppe von 30 Menschen Kindern Frauen und Männern auf uns zu. Als sie uns beide sahen, sind sie weg gelaufen, sie dachten dass wir eine Räuberbande sind. Wir haben sie dann her gerufen und ihnen erzählt dass wir auch den Fluss überqueren wollten. Der Fluss an dieser Stelle war die Grenze. Es gab keine Brücke also mussten wir schwimmen. Die Gruppe wollte nicht schwimmen also gingen sie weiter.

Mein Kumpel und ich schwammen etwa 15 Minuten und so erreichten wir die ungarische Seite.

Nach 7 Stunden Fußmarsch in der Nacht und im Wald erreichen wir eine kleine Stadt. In dieser Stadt haben wir in einem alten Garten ein bisschen geschlafen. Unsere Kleidung war sehr nass und wir hatten keinen Kontakt mit unseren Familien, also musste einer von uns beiden neuen Kleidung, eine Simkarte und Essen kaufen gehen. Und das war mein Kumpel.
Bevor er ging, sagte mir meim Kumpel: Es ist jetzt 9 Uhr, warte auf mich höchstens bis 17 Uhr, wenn ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gekommen bin, mach dich auf alleine auf den Weg. Es war halb fünf als er kam und er hatte Kleidung und Essen dabei, eine Simkarte hatte er nicht gefunden. Deswegen gingen wir auf die Straße und suchten ein WIFI Netz.
Wenn wir ein Polizeiauto sahen, versteckten wir uns, denn wir hatten Angst vor Fingerabdrücken in Ungarn oder dass uns die Polizei festnimmt und wir aufgrund illegaler Einreise ins Gefängnis mussten.
Beim suchten nach WIFI Netz, sprach uns einen Mann an und sagte, er kann uns nach Budapest bringen, jeder von uns beiden muss aber 250€ bezahlen. Wir fuhren mit ihm und kamen nach 6 Stunden in Budapest an. Für eine Nacht waren wir in einem Hotel in der Nähe vom Budapester Hbf, am nächsten Tag wollten wir mit einem Zug nach Deutschland fahren.
Wir kauften Tickets und wollten in den Zug einsteigen. Ein Polizist kontrollierte uns und da wir keine Papiere hatten, durften wir nicht mitfahren. Er sagte „no Passport, no Train“
Wir sind also wieder zurück in das Hotel. Dort trafen wir die ganze Gruppe wieder. Einige von ihnen waren an der Grenze festgenommen worden und mussten ihren Fingerabdruck geben. Wir trafen dann einen Schlepper, der uns anbot uns für je 500€ nach Deutschland zu bringen. Wir haben bezahlt und in der Nacht fuhren wir mit einem Kleintransporter nach Deutschland.

Im Kleintransporter waren wir etwa 15 Leute, es war sehr eng, ich konnte nicht einmal einen Fuß bewegen.

erste Nacht in Deutschland

An der deutschen Grenze hat uns die deutsche Polizei angehalten und die Schlepper festgenommen.
Wir sind in der darauf folgenden Nacht in ein Camp gekommen und am nächsten Tag nach Hamburg gefahren.

In Hamburg trafen wir einen Mann, der uns nach Nostorf Horst (MV) schickte, er sagte da ist das Asylverfahren sehr schnell.

“In einem Monat macht ihr die Anhörung beim Amt und wartet auf den Bescheid, der dauert etwa ein oder zwei Monaten”. Wir haben uns darauf gefreut, in ein paar Monaten unsere Familien wieder zu treffen.

Wir stiegen in den Bus ein und fuhren wir nach Nostorf Horst.

erste Nacht in der EAE Nostorf-Horst

Nach 3 Stunden sind wir in Horst angekommen. Wir haben uns dann ganz schnell angemeldet und gewartet, wann wir reinkommen durften. Draußen und unter einem Baum schliefen wir in dieser Nacht. Das hatten wir nicht erwartet.
Als es in der Nacht anfing zu regnen, durften wir in ein Gebäude bis morgens sechs Uhr rein gehen, dann wurden wir von den Beamten geweckt und wieder nach draußen geschickt.

Um acht Uhr morgens kamen zwei Busse. Ein Beamter und ein Dolmetscher riefen Namen. Wer seinen Namen auf der Liste hatte, musste in den Bus einsteigen. Der Beamte rief die Namen aller anderer aus unserer Gruppe, außer meinen. Sie stiegen in den Bus ein. Ich wollte auch einsteigen, ich durfte aber nicht. Nach einer halben Stunde war der Bus voll und sie wurden dann nach Berlin gebracht. Also war ich ganz allein.
Einen Tag später kamen drei Kumpel, die ich unterwegs kennenlernt habe. Zwei waren Erwachsene und einer war in meinem Alter, wir waren beide erst 16 Jahre alt. Die beiden Erwachsenen wurden auch von Horst nach Schwerin und dann nach Münster gebracht. Mein jugendlicher Kumpel und ich verbrachten einen Monat in Horst, dann wurden wir nach J. gebracht.
In J. blieben wir ungefähr drei Monaten dann zogen wir Mitte Dezember 2015 in ein Jugendheim in G. um.
Wir waren etwa 15 Jugendliche, alle vor dem Krieg in Syrien geflohen und hofften auf ein ruhiges normales und sicheres Leben hier in Deutschland.
Im Januar 2016 stellte ich einen Asylantrag in der BAMF-Außenstelle Schwerin. Dann wurde ich nach N gebracht.
Ein Monat später musste ich noch mal umziehen und zwar nach W.. In W. gab’s keinen Deutschkurs und daher musste ich mich irgendwo anders anmelden. Ich meldete mich für einen Deutschkurs an und wartete auf der Zusage vom BAMF, es gab vom BAMF damals leider sehr lange keine Antwort.
Im Mai 2016 hatte ich eine zweite Anhörung in Nostorf-Horst. Nach ca. zwei Wochen erhielt ich den Bescheid über meinen Asylantrag.
Der Bescheid war leider nicht positiv, denn mit dem subsidiären Schutz konnte ich meine Familie wegen der Ausetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete mit subsidiärem Schutz von März 2016 bis August 2018 nicht nachholen.

Weil ich im Juni 2017 volljährig geworden bin, war ein Nachzug nicht mehr möglich.

Meine kleinen Geschwister

Ich habe aber noch nicht aufgegeben: Ich versuche immer noch einen Termin bei der deutschen Botschaft für meine Familie zu bekommen, und das obwohl ich Termine für meine ganze Familie schon im August 2017 gebucht habe.

Meine Mutter und meine Geschwister wohnen zur Zeit in unserem Dorf, nur 10 Kilometer entfernt sind immer noch Kämpfe der IS. Jeden Tag werden Menschen in der Kampfzone bei uns in Ost Syrien durch Landminen, Projektile oder Autobomben getötet. Vorgestern starb meinen Cousin wegen eines Projektils. Möge Allah ihm die höchste Stufe des Paradieses schenken.

Als letztes möchte ich sagen, dass ich Deutschland sehr dankbar bin. Denn Deutschland hat mir die Chance gegeben wieder ein normales Leben zu leben. Und ich bitte darum die Chance, die mir gegeben wurde, auch anderen zu geben. Denn keiner verlässt seine Familie, Verwandten und Freunde ohne Grund.

Jeder hat das Recht, ein ruhiges Leben zu leben. Keiner braucht rechte Menschen, wir brauchen Menschenrechte.

Das war eine Geschichte von vielen Geschichten, die Flüchtlinge durchlebt haben.

Waseem
Schwerin den 07.01.2019

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