Hindernisse für Familiennachzug treiben Syrer in Assads Gefängnisse

Am 06.02.2018 berichtete foreignpolicy über zwei Syrer, die „freiwillig“ aus Deutschland nach Syrien zurück gereist sind. Beide sind jetzt im Gefängnis.

Ein junger Mann, Asser, ist zurück nach Syrien gereist, weil er seine Verlobte nicht nach Deutschland holen konnte. Die bürokratischen Hürden waren zu hoch.
„Er versuchte wiederholt, die Wiedervereinigung mit seiner Verlobten zu bekommen, aber er konnte es nicht“, sagte Assers Cousin zu foreignpolicy. „Er vermisste sie und wurde müde und deprimiert. Das ist der wichtigste Grund, aus dem er gegangen ist.“

Yasim, ist ein anderer Syrer, der Deutschland aus ahnlichen Gründen verlassen hat. Sein Cousin Mohammad sagte, dass Yasim nicht die notwendigen Dokumente bekommen konnte, damit seine Frau zu ihm kommen konnte. Die Familie lebte in Yarmouk, einer palästinensische Flüchtlingssiedlung im Süden von Damaskus. Dort haben sie alle ihre Dokumente in einem Kampf zwischen der Regierung und den Rebellen verloren.
Yasim verließ Deutschland und wurde in der Nähe der libanesisch-syrischen Grenze inhaftiert. Wir wissen danach nichts mehr über ihn“, sagte Mohammad und ergänzt, dass Yasim ohne seine Frau Schwierigkeiten gehabt hätte, sich an das ihm fremde Leben in Deutschland anzupassen. „Er konnte damit nicht fertig werden.“

foreignpolicy kommentiert: „Niemand wirft Deutschland vor, in den Fällen von Asser und Yasim illegal gehandelt zu haben. Sie kehrten freiwillig zurück“ Aber die Politik der deutschen Regierung bringt syrische Flüchtlinge in dieselbe Gefahr, aus der sie geflohen sind. „Die Dynamik wirft die Frage auf, ob Regierungen gegenüber Flüchtlingen, die nach dem Gesetz zurückkehren, eine Verantwortung haben.“

Der ganze Bericht auf Englisch: A Deadly Welcome Awaits Syria’s Returning Refugees

Bitte lesen Sie auch die Rede von Mohamad Malas: Wohin würden wir zurückkehren?

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