Eure Erfahrungen sind wichtig

Du kannst unsere Kampagne unterstützen. Schreib einen Text über deine Erfahrungen mit Familiennachzug! Schick uns Fotos zu deinem Bericht und erzähl uns, welche Gedanken und Gefühle du und deine Familie habt.

Eure Erfahrungen sind wichtig, wir wollen sie gemeinsam mit euch öffentlich machen!

Eure Geschichte muss kein perfektes Deutsch sein. A 2 Deutsch ist genug. Wir haben eine Deutschlehrerin, Dorothea korrigiert gern eure Texte.

Hier sind einige Fragen. Sie können dir helfen, einen Text über deine Geschichte zu schreiben:

• Warum hast du dich entschieden, zu fliehen?
• Warum hast du und deine Familie entschieden, nicht alle zusammen zu fliehen? Oder warum wurde die Familie getrennt?
• Wann bist du in Deutschland angekommen?
• Wie war die erste Zeit nach der Ankunft?
• Warst du im März 2016 schon in Deutschland? Wie hast du von der Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Flüchtlimge erfahren? Was denkst du darüber?
• Wie hast du die Verlängerung der Aussetzung am 1.2. 2018 erlebt?

Deine Familie ist noch von dir getrennt:
• Hatte deine Familie schon einen Termin bei der Botschaft? Wann?
• Wenn ihr schon lange auf eine Antwort wartet, was denkt ihr warum dauert es so lang?
• Wo und in welcher Situation lebt deine Familie jetzt? (Bitte beachte die Fragen zu „Humanitären Fällen hier: http://familienlebenfueralle.net/2018/08/informationen-zum-familiennachzug-fuer-menschen-mit-subsidiaerem-schutz/)
• Was bedeutet die lange Trennung für euch?
• Hat das lange Visumsverfahren Einfluss auf deine Integration in Deutschland?

Ihr wart sehr lange getrennt, aber inzwischen ist deine Familie bei dir in Deutschland.
• Wie lange hat es gedauert, bis deine Familie ein Visum hattte?
• Was denkst du über die Visaverfahren, die Arbeit der Botschaften und der Ausländerbehörde?
• Hat die lange Trennung Einfluss auf euer Familienleben?
• Hat das lange Visumsverfahren Einfluss auf eure Integration in Deutschland?

Euer Antrag auf ein Visum ist abgelehnt:
• Warum?
• Was habt ihr dann gemacht?
• Habt ihr Hilfe oder Unterstützung? Zum Beispiel eine Beratungsstelle oder ein Rechtsanwalt?

Bitte schickt eure Geschichte mit einem Bild an diese Adresse: info@familienlebenfueralle.net

Der Text sollte mindestens eine halbe A 4 Seite lang sein, aber nicht länger als 1,5 A 4 Seiten.
Und wir brauchen mindestens ein Foto – es muss aber nicht von Menschen sein. Es kann zum Beispiel auch ein Ort sein, der für euch wichtig ist, oder etwas anderes, was zur Geschichte passt.


Unsere Arbeit gefällt Ihnen / euch? Wir freuen uns über eine Spende:

3 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    hier wollte ich Ihnen mitteilen, was mit mir passiert.
    Im September 2015 bin ich wegen des Krieges aus Syrien nach Deutschland gekommen und habe dort meine Ehefrau und meine drei kleinen Kinder gelassen.
    Eigentlich bin ich Palästinenser, aber in Syrien geboren und aufgewachsen.
    Meine Frau ist syrisch und meine Kinder sind in Syrien geboren und aufgewachsen aber sie haben jordanische Reisepässe, weil ich früher auch einen hatte, aber 2014 hat die jordanische Botschaft in Damascus mir meinen jordanischen Pass weg genommen.
    Seit Dezember 2016 habe ich den subsidiären Schutz und im Dezember 2018 hatte meine Familie in der deutschen Botschaft einen Termin und alles sah gut aus.
    Die Botschaft hat im Juli 2019 mit meiner Frau telefoniert und gesagt dass meine Frau in den nächsten Tagen zur Botschaft kommen und die Reisepässe mitbringen soll.
    Am 9 Juli hat meine Frau die Botschaft besucht und die Unterlagen abgegeben aber nach 8 Stunden hat die Botschaft unseren Visumsantrag abgelehnt. Die Botschaft behauptet, dass wir auch in Jordanien zusammen leben können.
    Seit vier Jahren habe ich meine Frau und meine kleine Kinder nicht gesehen.
    Muss ich meine Familie vergessen!!!????
    Bitte helfen Sie mir wenn es möglich ist!
    Ich kann so nicht weiter leben und habe keine Geduld mehr.

    Abd.R. (Name von der Redaktion anonymisiert)

  2. Mein Vater ist vor vier Jahren nach Deutschland gegangen. Was ich in Ägypten erlebe? Wir sind drei Mädchen, meine Mutter hat nur einen Bruder, der in Syrien gestorben ist. Wir werden belästigt und gestresst, weil wir Frauen alleine sind. Ich habe mein Studium nicht abgeschlossen und meine zweite Schwester hat versucht zu arbeiten. Ich fühle mich immer beschimpft und bedroht. Meine Mutter und Schwestern und ich hoffen, meinen Vater bald in Deutschland wieder zu sehen.

  3. Ich habe Germanistik studiert und habe als Wissenschaftlerin an einer Universität in der Türkei gearbeitet. Im Jahr 2017 wurde ich entlassen mit der Beschuldigung, eine Terroristin zu sein. Das Erdoganregime hat gegen mich und meinen Mann Verfahren eingeleitet. Weil wir nicht ins Gefängnis wollten, sind wir mit den Kindern über den Grenzfluss nach Griechenland geflüchtet. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und wollte deshalb in Deutschland Asyl beantragen. Also bin ich allein weiter nach Deutschland geflüchtet, meine Familie blieb in Griechenland. In der Zwischenzeit habe ich einen Fluchtlingsstatus bekommen.
    Jetzt versuche ich die Dokumente für einen Familiennachzug zusammen zu stellen. Leider bin ich als Geflüchtete nicht mehr in der Lage, Dokumente aus der Türkei zu beschaffen, da die Behörden mir diese Dokumente nicht ausstellen. Auch meine Familie in Griechenland kann das nicht. Und weil mir diese Dokumente fehlen, kann ich keinen Antrag für den Familiennachzug stellen. Seit Monaten lebe ich getrennt von meinen Kindern und meinem Ehemann. Ich habe der Deutschen Botschaft in Athen eine Mail geschrieben, dass ich die Dokumente nicht bekommen kann. Man antwortete mir, dass ich diese irgendwie beschaffen soll. Ich bin am Ende und kann nicht mehr weiter. Ich habe meine Hoffnung verloren. Bitte helfen Sie mir weiter. Gibt es einen Weg, ohne einige Dokumente den Antrag zu stellen? Sind Dokumente wichtiger als die seelische Schmerzen der Kinder?
    Mein jüngster Sohn muss jeden Tag weinen, ich habe Angst, dass er seelisch krank wird. Bitte zeigen Sie mir einen Ausweg!

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