Gesperrt. Geschlossen. Ausgesetzt.

Bild von Markus Distelrath auf Pixabay

Für die einen sind es geschlossene Spielplätze, für andere ist der Zugang zum Asylrecht und zur Familienzusammenführung versperrt.

Aus dem Newsticker Coronavirus: Informationen für Geflüchtete & Unterstützer*innen von PRO ASYL:

+++ 13.03.2020, Hellenic Republic – Ministry of Migration & Asylum +++

  • Das Griechische Ministerium für Migration und Asyl stellt vom 13.03.2020 bis zum 10.04.2020 alle Aktivitäten, die den Kontakt mit Antragsteller*innen erfordern, ein.
  • Dies betrifft u.a. die Antragstellung, Anhörungen und die Familienzusammenführung im Rahmen der Dublin-III-Verordnung zu Angehörigen in Deutschland.

Weitere Informationen im ‚Newsticker Coronavirus: Informationen für Geflüchtete & Unterstützer*innen von PRO ASYL‘. Dort können Schutzsuchende und Ihre Unterstützer*innen aktuelle Informationen und Links zu Informationen in vielen Sprachen finden: https://www.proasyl.de/hintergrund/newsticker-coronavirus-informationen-fuer-gefluechtete-unterstuetzerinnen/


Ihr seid dazu aufrufen, am Samstag, 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, Transpis an eure Fenster, Balkone und vor eure Hausfassaden zu hängen: Macht auf die katastrophale Lage während der Corona-Krise in den Flüchtlingslagern an der EU-Außengrenzen, im Inland und in (Abschiebe-)Gefängnissen aufmerksam.

Macht Fotos! Teilt sie über eure Social Media-Kanäle unter dem Hashtag #GrenzenTöten und #LeaveNoOneBehind.

Hier der bundesweite Aufruf:

SOLIDARITÄT MIT SCHUTZSUCHENDEN IN GRIECHENLAND UND DER EU-AUßENGRENZE
TRANSPI SOLI-AKTION
21.3.2020 – Internationaler Tag gegen Rassismus

Solidarität und Zusammenhalt sind in einer Krisenzeit wie dieser notwendiger denn jeh. Corona stellt alle andere Themen in den Schatten – die humanitäre Katastrophe an der EU-Außengrenze und die Gewalt gegen Menschen auf der Flucht besteht jedoch weiterhin – auch wenn dies kaum mehr Eingang in die mediale Berichterstattung findet. Menschen, die in den vielfach überfüllten Lagern auf Lesbos und Samos festgehalten werden, haben keinen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung und damit auch keine Chance sich gegen die um sich greifende Corona-Pandemie zu schützen. Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, werden an der europäischen Außengrenze mit Tränengas und Wasserwerfern zurückgedrängt und sind der Gewalt von Grenzbeamten und faschistischen Gruppierungen ausgesetzt. Es darf nicht sein, dass der Schutz von Grenzen wichtiger ist als der Schutz von Menschenleben!
Wenn sich alle darauf einigen können, dass alle Menschen im Falle einer Pandemie das Recht haben, geschützt zu werden, dann müssen sich auch alle darauf einigen können, dass alle Menschen beim Überschreiten der Grenzen und bei der Suche nach Sicherheit ein Recht auf Schutz und Asyl haben.
Am 21.3.2020 ist Int. Tag gegen Rassismus und ihr seid eingeladen euch von der Quarantäne aus bei dieser solidarischen Transpi-Aktion zu beteiligen und mitzumachen.
Was ihr braucht: Stoff oder ein Leintuch, Farben und Pinsel, ein Fenster oder einen Balkon und ein wenig Zeit ?
Wir rufen dazu auf Solidarität mit Schutzsuchenden an der EU-Außengrenze zu zeigen und am 21.3. die Botschaft von unseren Wohnungen aus auf die Straßen, die Innenhöfe und in die Öffentlichkeit zu tragen. Nicht wegschauen – hinschauen. Zeigt Haltung, bezieht Position und bleibt solidarisch!
Unter dem Hashtag #grenzentöten könnt ihr gerne eure Fotos posten.
Seid kreativ und erfinderisch. Sonst sind hier beispielhaft ein paar Slogans angeführt die verwendet werden können:
• Grenzen töten – sicher Fluchtwege schaffen
• Nein zur Festung Europa
• Solidarität trotz Corona – Refugees welcome!
• Solidarität hier, jetzt und überall – auch für Schutzsuchende in Griechenland!
• Stop violence – open the border
• Say it loud, Say it clear, Refugees are welcome here!
• #wirhabenplatz
• No dirty hands- no dirty deals! EU Türkei Deal stoppen!
• Grenzen auf- Lager evakuieren- Gesunheitsversorgung für ALLE!

Bitte unterschreibt auch die Petition #LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern – auch an den Außengrenzen!

 

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