FÜR DAS RECHT ZUSAMMEN ZU SEIN!

Eine Kampagne für das Zusammenkommen zwischen Griechenland und Deutschland getrennter Familien

Campaign FIGHTING FOR THE RIGHT TO BE TOGETHER! A campaign to unite families separated between Germany and Greece

Es ist beschämend, wie Deutschland sich für die Aufnahme von 47 Kindern aus den Lagern auf Lesbos, Chios und Samos feiert. Zur Erinnerung: Im Jahr 2019 wurden von knapp 1.700 Anträgen auf Familienzusammenführung aus Griechenland fast 1400 abgelehnt. (PRO ASYL 17.04.2020) Im Auftrag von Seehofer schränkt das BAMF seit langem die Familienzusammenführung aus Griechenland gnadenlos ein und blockiert sie mit bürokratischen Winkelzügen.

Noch vor zwei Jahren konnte man leichter, etwa durch Fotos beweisen, dass das Kind zu dieser oder jener Familie gehört. Jetzt fordern die Behörden plötzlich Urkunden – doch die gibt es in bestimmten Ländern gar nicht“, sagt die Sozialarbeiterin Papadaki auf Lesbos. (taz 28.2.2020)

Deshalb sitzen tausende Menschen in Griechenland fest und sind teils seit Jahren getrennt von ihren Familienangehörigen in Deutschland. Sie versuchen in griechischen Flüchtlingscamps zu überleben, in denen hunderte vulnerable Personen ohne ausreichende Grundversorgung zusammen gedrängt werden. Drei Camps auf dem griechischen Festland, Ritsona, Malakasa und Koutsoxero, sind inzwischen unter Quarantäne (Stand: 11.4.2020). Bis aus den hoffnungslos überfüllten „Hot Spots“ auf den griechischen Inseln die ersten Corona-Infizierten gemeldet werden ist aller Voraussicht nach nur eine Frage der Zeit.

Es ist höchste Zeit für eine schnelle Lösung für alle getrennten Familien mit Angehörigen in Deutschland. Deshalb haben Aktivist*innen des welcome to europe Netzwerks eine Kampagne für Familienzusammenführung von Griechenland nach Deutschland gestartet.

Seit dem 18.März 2020 werden auf dem Blog von infomobile.w2eu.net Geschichten von geflüchteten Familien dokumentiert, die getrennt in Griechenland und Deutschland leben müssen, weil deutsche Behörden die Familienzusammenführung verweigern. Die Kampagne hat symbolisch am 15.03.2020 begonnen, am Jahrestag der Wiederaufnahme der Dublin-Rückführungen nach Griechenland. Viele Länder des europäischen Nordens, insbesondere Deutschland, versuchen seitdem wieder Menschen nach Griechenland abzuschieben – und das trotz der anhaltenden systemischen Menschenrechtsverletzungen, die permanent dokumentiert werden.

Neben den Kampagnen für eine schnelle Evakuierung der Hot-Spots, wollen die Aktivist*innen in jedem einzelnen Fall Druck aufbauen, um auf einen Selbsteintritt oder ein humanitäres Visum zur Familienzusammenführung zu drängen. Die Kampagne erzählt daher alle paar Tage die Geschichte einer Familie.

Hier finden sich die ersten beiden Geschichten:

4. April 2020: “Zuhause ist da, wo deine Familie ist – zusammen!”
“Home is where your family is – together!”
Eine Mama und ein Papa mit drei kleinen Kindern in Griechenland – ihr 17-jähriger Sohn alleine in Deutschland

18. März 2020: “Ich träume jede Nacht davon, wieder mit ihm zu sein!”
“I dream every night of being with him again”
Ein alleinerziehender Vater ist mit drei minderjährigen Kindern in Griechenland – sein 12-jähriger Sohn alleine in Deutschland

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