Auch Geflüchtete haben ein Recht auf Familie!

Am Montag, den 13.07.2020 demonstrieren wir gemeinsam mit Flüchtlingen aus Eritrea, dem Flüchtlingsrat Berlin und vielen anderen antirassistischen oder flüchtlingspolitischen Initiativen für das Recht auf Familiennachzug.
Dazu laden wir Sie / euch alle herzlich ein. Unten finden Sie/ findet ihr dazu die Pressemitteilung des Flüchtlingsrat Berlin.

 


Presseinformation des Flüchtlingsrat Berlin vom 10.07.2020:
Auch Geflüchtete haben ein Recht auf Familie!
Wir unterstützen die Forderungen der Initiative Familiennachzug Eritrea

Diese Presseinfomation hier als pdf

Angehörige der eritreischen Communities in ganz Deutschland haben einen Brief zu den Problemen des Familiennachzugs verfasst und machen ihre Forderungen an Bundes- und Landesbehörden deutlich. Es geht hierbei um die Beschaffung der von Deutschland geforderten Dokumente für den Familiennachzug.

Die Forderungen sollen in einer Demonstration öffentlich sicht- und hörbar gemacht werden. Wir rufen dazu auf, den Brief und die Forderungen zu unterstützen und an der Demonstration am 13. Juli um 11:00 teilzunehmen. Beginn der Demonstration ist der Tränenpalast. Die Abschlusskundgebung findet vor dem Auswärtigen Amt statt.

„Die Familientrennung macht uns so kaputt, dass wir als Dauerpatient*innen  in  der Psychotherapie enden. Viele von uns leiden unter Depression, Ehen gehen in die Brüche. Das kann doch nicht wirklich von einem Schutz gewährenden Staat gewollt sein!“ sagt Hanan Mohamed Abdel Kader.
In ihrem Brief heißt es:
„Die Beschaffung der genannten Dokumente aus Eritrea ist für uns eine unzumutbare Handlung, weil wir von den deutschen Behörden gezwungen werden zu den Vertreter*innen der gleichen Regierung zu gehen, vor der wir geflohen sind.
Es kann nicht sein, dass uns der uns Schutz gewährende deutsche Staat auffordert, unseren Verfolgerstaat zu kontaktieren, ihm erlauben, uns zu demütigen und zuzulassen, dass wir gezwungen werden, diese Diktatur auch noch finanziell zu unterstützen.“

Unter anderem fordern sie „die zuständigen deutschen Behörden (Botschaften, Auswärtiges Amt, Ausländerbehörden) auf, die Unzumutbarkeit der Dokumentenbeschaffung in Eritrea anzuerkennen und stattdessen bereits im regulären Visumverfahren individuelle Nachweise der Familienzusammengehörigkeit (vorhandene kirchliche/islamische Urkunden, Familienfotos, DNA-Tests u.a.) zu akzeptieren.“ (Die ausführlichen Forderungen siehe Anhang.)

Pressekontakte:
Initiative Familiennachzug Eritrea: Mebrahtu Zeru, Tel. 0173 4026 629
Flüchtlingsrat Berlin e.V., Tel. 030 22476 311, buero@fluechtlingsrat-berlin.de

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